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>> Was bisher geschah

Der Kampf gegen den Steinbruch im Zeitraffer

-> Eine ausführliche Chronologie finden Sie hier

16. März 2009

Unangekündigte Sprengung gegen 12:00 Uhr. Heftige Vibrationen, die sich vor allem in Kornelimünster bemerkbar gemacht haben.

   
13. März 2009

7. BSR-Sprengung im Steinbruch. Angekündigt im SuperMittwoch waren mehrere Sprengungen. Messung an der Referenzmessstelle im Breiniger Feld.

   
9. März 2009

Die Bürgerinitiative hält ihre Jahreshauptversammlung 2009 ab. Die Geschehnisse 2008 werden in einer Text/Bild-Präsentation vorgestellt. Der Vorstand wird einstimmig entlastet. Bis auf ein Amt werden alle Vorstandsämter durch Wiederwahl wieder besetzt.

   
18. Februar 2009

Der Rat der Stadt Aachen entscheidet darüber, die Zuständigkeit für die Überwachung der beiden Steinbrüche auch für den Bereich der Stadt Aachen auf den Kreis Aachen zu übertragen. Ein entsprechender Antrag liegt der Bezirksregierung vor.

   
10. Februar 2009

6. BSR-Sprengung im Steinbruch. Angekündigt wurden per Anzeige mehrere Sprengungen. Gezündet wurde dagegen nur eine. Diese Sprengung wurde an der Referenzmessstelle „Breiniger Feld“ erfasst.

   
16. Dezember 2008

Unangekündigte Sprengung auf dem Teilgebiet der Betriebsfläche Blees.

   
13. November 2008

Das Verwaltungsgericht stellt das Klageverfahren der Bürgerinitiative und das zweier Betroffener nach Klagerücknahme ein.

   
7. November 2008

Die Bürgerinitiative nimmt die Klage gegen die Bezirksregierung Köln zur Aufhebung der Genehmigung zurück. Ebenso werden zwei der drei anhängigen Klagen von Betroffenen zurückgezogen. Somit geht ein Klageverfahren seinen Weg weiter.

   
15. Oktober 2008

Beschwerde über die Lärmentwicklung beim Gesteinsabbau. Statt genehmigter 52 dB (A) wurde 57,9 dB (A) gemessen. Ursache: Einsatz eines Skelettlöffels, mit dem anhaftende Erde abgerüttelt wird, und das Gepoltere beim Verladen des Gesteins in die Metallmulden der Transport-LKWs.

   
5. September 2008

Das Oberverwaltungsgericht lässt nachträgliche Ergänzungen der BSR-Genehmigung und des öffentlich-rechtlichen Vertrages mit der Firma Max Blees GmbH zu und lehnt den Eilantrag des Antragstellers auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes bis zum Hauptsacheverfahren ab. Die wirtschaftlichen Interessen der Betreiberfirma werden höher bewertet als das Schutzbedürfnis des Antragstellers.

   
2. September 2008

Statt der geplanten drei Sprengungen werden nach Intervention der BI nur zwei gezündet, die allerdings durch besonders starke Staubentwicklung auffielen. Die Sprengungen wurden mit hohem personellen Aufwand rund um den Sprengort messtechnisch überwacht.

   
31. August 2008

BSR kündigt per Kleinanzeige für den 02.09.2008 in einem lokalen Werbeblatt Sprengungen an und unterläuft damit die Auflage gemäß Ziffer 9.3.3 der Genehmigung.

   
25. August 2008

Der zuständige Polizeibeamte im Polizeipräsidium Aachen informiert uns, dass der Landesbetrieb Straßenbau NRW in Euskirchen der Firma BSR das Linksabbiegen auf der L 12 gegenüber dem Varnenum am 17.07.2008 gestattet hat - entgegen der anderslautenden Genehmigung vom 19.06.2007.

   
2. August 2008

Der Fachbereich Umwelt nimmt zur Dienstaufsichtsbeschwerde Stellung. Dem Amtsinhaber werden keine persönlichen Gründe für die Versäumnisse bescheinigt. Vielmehr ist die Arbeitsbelastung schuld an der nicht erfolgten, falschen bzw. zeitverzögerten Beantwortung. Das Amt wäre unterbesetzt.

   
15. Juli 2008

Die Firma BSR sprengt zum dritten Mal. Bohr- und Sprengparameter: 67 Bohrlöcher, 8 m tief, eingesetzte Sprengstoffmenge 1.700 kg. Zulässige Sprengstoffmenge nur 1.550 kg. Messtechnische Überwachung an 4 Messpunkten.

   
10. Juli 2008

Die Bürgerinitiative und eine Mitstreiterin führen gegenüber der Überwachungsbehörde Beschwerde über die nicht genehmigte Nutzung des Wirtschaftsweges neben der L12 gegenüber dem Varnenum. Es wurden sowohl Lkws, die für BSR fahren als auch solche, die für Blees unterwegs sind, als Linksabbieger von Breinig kommend beobachtet und registriert.

   
2. Juli 2008

Bürgerinitiative strengt gegen den Amtsinhaber der Überwachungsbehörde eine Dienstaufsichtsbeschwerde an.

   
23. Juni 2008

Die Firma BSR sprengt zum zweiten Mal. Bohr- und Sprengparameter: 51 Bohrlöcher, 8 m tief, eingesetzte Sprengstoffmenge 1.200 kg. Zulässige Sprengstoffmenge 1.550 kg. Die Sprengung wurde messtechnisch an 3 Messpunkten überwacht.

   
17. Juni 2008

Die Bezirksregierung ficht die Klage der Bürgerinitiative vom 15.11.2007 beim Verwaltungsgericht als nicht zulässig an. Begründung: Die Bürgerinitiative sei zwar eine juristische Person, nicht aber in persönlichen Rechten durch die Genehmigung verletzt.

   
13. Juni 2008

Unsere Rechtsanwälte legen beim Oberverwaltungsgericht in Münster Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgericht Aachen vom 08.05.2008 ein.

   
2. Juni 2008

Die Firma BSR sprengt erstmalig im Steinbruch. Es wurden 31 Bohrlöcher erstellt. Die Sprengung erfolgte mit 770 kg Sprengstoff. Die Sprengung wurde messtechnisch überwacht. Es wurden 3 Messpunkte eingerichtet: 2 offizielle und 1 inoffizieller.

   
8. Mai 2008

Das Verwaltungsgericht lehnt in einer 44 Seiten umfassenden Begründung den Antrag des Antragstellers auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab, weil es nach summarischer Prüfung nachbarrechtsverletzende Auswirkungen für unwahrscheinlich hält. Gegen den Beschluss konnte Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

   
15. April 2008

In der südlichen Steilwand zwischen Altsteinbruch Blees und dem neuen BSR-Abbaubereich wird ein brütender Uhu festgestellt. Die Firma BSR sagt zu, diesen Bereich bezüglich des Abbaus zunächst zu meiden.

   
7. April 2008

Die Firma BSR nimmt die Abbautätigkeiten auf. Sie beschränkt sich zunächst auf den mechanischen Abbau mittels zweier Hydraulikbagger auf den oberen Steinbruchbereich und den Abtransport der Massen zunächst mit Muldenkipper.

   
7. April 2008

Das Verwaltungsgericht lehnt den Antrag auf Erlass einer Zwischenregelung (sog. „Hängebeschluss“) ab. Die vorzunehmende Interessensabwägung fällt zu Ungunsten des Antragsstellers aus. Das Gericht stützt sich dabei vor allem auf die Entfernung von ca. 650 m, die eine Verletzung in eigenen Rechten als unwahrscheinlich erscheinen lässt.

   
25. März 2008

Die Firma BSR nimmt die Staubmessanlage im Abbaufeld „Breiniger Feld“ in Betrieb. Die Überwachung erfolgt durch die Firma Geotaix-Umwelttechnologie GmbH, Würselen.

   
10. März 2008

Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative. Der Vorstand wird einstimmig entlastet. Wieder gewählt wurden als 2. Vorsitzende Christa Weins, als Beisitzer Manfred Hilgers, als Kassenprüfer Hubert Wagemann und Gerta Hilgers. Neu gewählt wurde als weitere Kassenprüferin Ilse Hüls.

   
22. Februar 2008

Einer der Kläger beantragt über die Anwälte der Bürgerinitiative beim Verwaltungsgericht Aachen, die aufschiebende Wirkung seiner Klage wieder herzustellen und die Baustelle auf den 6 Teilflächen stillzulegen.

   
15. Februar 2008

Die beratenden Anwälte der Bürgerinitiative erheben für drei betroffene Nachbarn des Steinbruchs
Klage beim Verwaltungsgericht Aachen gegen die Bezirksregierung Köln, den Genehmigungsbescheid vom 19.06.2007 aufzuheben.

   
11. Februar 2008

Über 30 Widerspruchsparteien finden sich zusammen und verpflichten sich den drei Klägern gegenüber, die entstehenden Kosten für die rechtliche Auseinandersetzung solidarisch zu übernehmen.

   
16. Januar 2008

Die Bezirksregierung Köln stellt der Gruppe der Widerspruchsführerinnen und –führer, die eine ausführliche Widerspruchsbegründung eingereicht haben, die Widerspruchsbescheide zu. Sie weist alle Widersprüche zurück und setzt Kosten in Höhe von 100,- bzw. 150,- Euro pro Widerspruchsverfahren fest. Hiergegen kann binnen 1 Monat Klage erhoben werden.

   
3. Januar 2008

Der Leiter des Umweltamtes vom Kreis Aachen teilt der BI mit, dass der Kreis Aachen vorläufig nicht für die Überwachung des Betriebes zuständig sei sondern das Umweltamt der Stadt Aachen.

   
2. Januar 2008

Die Firma BSR Schotterwerke GmbH beginnt mit dem Abschieben des Oberbodens auf einer Fläche von 15.000 m². Der Oberboden wird auf mehrere Meter hohe Bodenmieten aufgetürmt. Gleichzeitig wird ein Durchstich zum Gelände der Firma Max Blees GmbH hergestellt. Bekanntlich soll die Aufbereitung des gewonnenen Gesteins mit den Anlagen der Firma Blees erfolgen.

   
14. Dezember 2007

Die Bürgerinitiative erkundigt sich bei der Bezirksregierung Köln, Niederlassung Aachen – vormals Staatliches Umweltamt Aachen –, bei Stadt und Kreis Aachen nach den Zuständigkeiten für die Überwachung der Abbautätigkeiten.

   
15. November 2007

Die Bürgerinitiative reicht Klage gegen die Bezirksregierung Köln ein und beantragt, die Genehmigung aufzuheben.

   
23. Oktober 2007

Die Bezirksregierung genehmigt bereits vier Tage nach der Stellungnahme den Antrag zur sofortigen Vollziehung der Genehmigung.

   
19. Oktober 2007

Die beratenden Anwälte der BI nehmen namens und im Auftrag einer Gruppen von über 20 Widerspruchsführerinnen und –führern gegenüber der Bezirksregierung detailliert Stellung zum Antrag der Gegenseite auf sofortige Vollziehung des Genehmigungsbescheides vom 28.09.2007. Unter dem gleichen Datum lassen sie auch ihre Widersprüche im Detail begründen.

   
15. Oktober 2007

Die Bezirksregierung weist den Widerspruch der Bürgerinitiative mit Bescheid vom 15.10.2007 zurück.

   
08. Oktober 2007

100 Widersprüche werden von der Bezirksregierung zurückgewiesen, weil die Widersprüche nach deren Meinung nicht zulässig sind. Die Genehmigung würde diese Widerspruchsführerinnen und –führer nicht in eigenen Rechten verletzen. Ihre Wohnsitze befänden sich außerhalb des Untersuchungs­raumes der Umweltverträglichkeitsprüfung und lägen damit außerhalb des Einwirkungsbereichs des genehmigten Steinbruchs. Kosten für diese Bescheide werden keine festgesetzt.

   
28. September 2007

Die Anwälte der Firma BSR beantragen bei der Genehmigungsbehörde in Köln die sofortige Vollziehung des Genehmigungsbescheides für 6 Teilflächen mit insgesamt 30.000 m² im Abbaufeld „Loferbusch“, die unmittelbar an den Steinbruch der Firma Max Blees angrenzen. Begründet wird dieser Antrag mit den hohen Vorlaufkosten für das Genehmigungsverfahren, denen keine Einnahmen gegenüberstehen, und entstehender Rohstoffversorgungslücken.

   
11. August 2007

Anfang bis Mitte August gehen bei der Bezirksregierung Köln fristgerecht 186 Widersprüche gegen den Genehmigungsbescheid vom 19.06.2007 ein.

   
2. Juli 2007

Die Bezirksregierung Köln macht die Genehmigung für die von der Firma BSR beantragte Steinbrucherweiterung zwischen Aachen-Kornelimünster und Stolberg-Breinig in der Lokalpresse öffentlich bekannt. Der Vorstand der Bürgerinitiative beschließt, den Bescheid und seine Begründung in der gesetzten Zeit sorgfältig zu prüfen und dann zu entscheiden, was weiterhin gegen den Steinbruch zu unternehmen ist.

   
25. Mai 2007 Die Bezirksregierung teilt mit, dass die Berechnung der maximal möglichen Kapazitäten aus den Aufbereitungsanlagen der Firma Max Blees nach 9 Monaten nunmehr vorliegen, der BI aber die Einsicht in das Gutachten unter Hinweis auf den Schutz von Betriebsgeheimnissen der Firma Blees verwehrt werden muss. (Ein Schelm, der Böses dabei denkt!)
   
20. April 2007

In einem Interview mit der Stolberger Zeitung räumt der Gesellschafter der Firma BSR ein, dass durch die Schließung des Steinbruchs in Aachen-Walheim für die BSR eine größere Nachfrage und damit auch mehr Schwerlastverkehr entsteht.

   
5. März 2007

Die BI nimmt nach aufwendigen Recherchen auf 20 Seiten ausführlich Stellung zu den vom Staatlichen Umweltamt Aachen am 04. 12. 2006 formulierten Haupt- und Nebenbestimmungen, nachdem ihr diese am 11.01.2007 bekannt wurden. Hierbei wurde auch vergleichender Bezug auf die Genehmigungsbescheide der Steinbrüche Blees – Aachen-Kornelimünster, Eurovia/Teerbau – Aachen-Walheim und BSR (Vygen) – Stolberg-Gressenich genommen. 

   
9. November 2006

Einsicht in die Genehmigungsakten für den Steinbruch Stolberg-Gressenich der Firma BSR.

   
27. September 2006 Einsichtnahme in den Genehmigungsbescheid der Firma Eurovia/Teerbau für den Steinbruch Aachen Walheim vom 20.03.1996 zum Abgleich möglicher Nebenbestimmungsformulierungen im Zusammenhang mit dem Genehmigungsverfahren der Firma BSR in Aachen-Kornelimünster.
   
6. bis 9. Juni 2006

Umfangreiche Öffentliche Erörterung zur geplanten Erweiterung des Steinbruchs in der Stadthalle Stolberg

   
19. September 2005

Die Bezirksregierung Köln sagt durch eine öffentliche Bekanntmachung den Erörterungstermin, der für den 27. und 28. 09.2005 angesetzt war, ab. Der neue Termin ist der 06.06.2006.

   
1. August 2005 Die Website der BI geht online.
   
1. Juli 2005 Die Bürgerinitiative gibt bei der Bezirksregierung 2 Aktenordner mit mehr als 1.200 Einwendungen ab, darunter auch die eigene 70-seitige Einwendung.
   
9. Juni 2005 Wir machen eine hervorragend besuchte Info-Veranstaltung mit der Präsentation des Steinbruch-Modells und beginnen mit dem Sammeln von Einwendungen.
   
17.Mai/20.Juni 2005 Der Antrag wird öffentlich ausgelegt.
   
25. April 2005 Der Antrag wird nachgebessert abermals eingereicht.
   
27. September 2004 Der Antrag wird bei der Bezirksregierung Köln zur Genehmigung eingereicht. Nachbesserungen sind nötig.
   
Oktober 2002
bis Oktober 2004
Eine lange und arbeitsreiche Zeit für uns: Wir sammeln Informationen, führen Gespräche mit dem Betreiber des bestehenden Steinbruchs und dem Antragsteller, mit Politikern und Mitarbeitern der Ämter, mit Rechtsanwälten und Gutachtern, besuchen Rats- und Ausschusssitzungen, um vorbereitet zu sein auf die Einreichung der Antragsunterlagen.
   
Oktober 2002

In kürzester Zeit werden 3.000 Unterschriften gegen den Steinbruch gesammelt, aber das Verfahren nimmt trotzdem seinen Gang.

   
24. September 2002 Der Arbeitskreis wird zu einem Verein und nennt sich: Bürgerinitiative: „Rettet das Münsterländchen! Kein neuer Steinbruch zwischen Breinig, Dorff und Kornelimünster.“ e. V.
   
Frühjahr 2002 Besorgte Bürger schließen sich zu einem Arbeitskreis zusammen.
   
22. Februar 2002 Scoping-Termin mit dem Antragsteller und den Trägern öffentlicher Belange für den Aufschluss eines Steinbruchs zwischen Aachen-Kornelimünster und Stolberg-Breinig. In den darauf folgenden Tagen gibt es die ersten Pressemitteilungen über den Termin und die Beantragung.